Wer früh beginnt, hat einen Vorteil, den später niemand mehr aufholen kann: Zeit. Fünf Gründe, warum sich ein früher Start lohnt.
1. Je früher, desto leichter
Ob Sie einen Golfball (rund 4,5 Gramm) 100 Kilometer weit tragen oder eine Bowlingkugel (rund 5 Kilogramm) nur 10 Kilometer – der Kraftaufwand macht den Unterschied. Genauso verhält es sich beim Vermögensaufbau: Je früher Sie beginnen, desto mehr arbeitet die Zeit für Sie mit, und desto geringer ist der Aufwand, den Sie für ein Finanzziel selbst aufbringen müssen.
Praxisbeispiel: Warren Buffett kaufte mit elf Jahren seine erste Aktie – drei Vorzugsaktien von Cities Service für je 38 US-Dollar. Aus Ungeduld verkaufte er schon bei rund 40 Dollar. Kurz darauf stieg die Aktie auf über 200 Dollar. Hätte er sie gehalten, wäre aus seinem Einsatz von 38 Dollar ein Vielfaches geworden – eine Lehre, die Buffett später selbst als prägend bezeichnete: Geduld zahlt sich oft mehr aus als der schnelle Gewinn. Mit vierzehn investierte er dann 1.200 Dollar, die er sich durch das Austragen von Zeitungen erspart hatte, in vierzig Acres Farmland. Nicht jeder wird zum bekanntesten Investor der Welt – aber die Grundidee gilt für jeden: Wer früh anfängt, hat auch früh die Zeit, aus solchen Erfahrungen zu lernen.
2. Verlustmöglichkeiten verringern sich
Jede Geldanlage birgt auch Risiken. Je früher Sie beginnen, desto besser lassen sich zwischenzeitliche Rückgänge ausgleichen. Langfristig zählen etwa Aktien und Aktienfonds zu den rentabelsten Anlageformen, trotz zeitweise deutlicher Kursrückgänge. Je länger Sie investiert sind, desto stärker wirkt sich das auf Ihr Vermögenswachstum aus. Ein Risikoprofil hilft dabei herauszufinden, wie viel Risiko Sie tatsächlich tragen möchten und können – und wie sich Risikobereitschaft, -notwendigkeit und -tragfähigkeit bei Ihnen zueinander verhalten.
3. Liquidität erzeugt Flexibilität
Sparen hält liquide und Geldmittel verfügbar. Bei klassischen Versicherungsverträgen als Geldanlage ist das oft anders: Ein Teil des eingezahlten Betrags fließt in die Risikoprämie und die Verwaltungskosten, ein weiterer Teil in die Abschlusskosten – dadurch wird von Beginn an deutlich weniger tatsächlich angelegt, als eingezahlt wird. Bis sich daraus eine vernünftige Rendite entwickelt, vergehen oft viele Jahre, in denen der Vertrag kaum liquide ist. Gerade bei jungen Menschen zeigt die Erfahrung: Steht die Anschaffung eines Autos an, die Einrichtung der ersten Wohnung oder ein finanzieller Engpass, fehlt genau dann der Zugriff auf das eingezahlte Geld.
Deshalb gilt als Grundsatz: Versicherung zur reinen Absicherung, Geldanlage als reine Kapitalanlage. Das erhöht Renditechancen, Liquidität und Flexibilität. Es gibt allerdings auch Konzepte, bei denen die Risikoprämie innerhalb des Versicherungsmantels nur eine untergeordnete Rolle spielt und im Kern ähnlich wie ein reguläres Depot funktioniert – ergänzt um die steuerlichen Vorteile des Versicherungsmantels. Ob ein solches Konzept für Sie sinnvoll ist, besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch.
4. Streuung mit wachsendem Vermögen
Je früher Sie beginnen zu investieren, desto eher wächst Ihr Gesamtvermögen. Und je größer dieses Gesamtvermögen wird, desto besser lässt es sich auf unterschiedliche Anlagesegmente verteilen. Das erhöht Streuung, Sicherheit und die Zahl Ihrer Einnahmequellen. Im Finanzraum behalten Sie dabei jederzeit den Überblick über Ihre wachsende Vermögensstruktur.
5. Es geht nie nur um Geld
Es geht nie nur um Geld – es geht immer auch um Sie. Geld ist eine Projektionsfläche für unsere Vorstellungen und Werte. Je früher Sie beginnen, sich damit auseinanderzusetzen, desto eher lernen Sie sich selbst dabei kennen – genau das ist einer der Kerngedanken im Finanzcoaching.
Ob mit elf Jahren wie Warren Buffett oder heute: Der beste Zeitpunkt zu beginnen, ist immer der frühestmögliche. Vereinbaren Sie gerne einen Termin, um Ihren eigenen Ausgangspunkt zu klären.
